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Räuchern
 Das Verräuchern von duftenden Kräutern, Hölzern, Wurzeln und Harzen gehört zu den ältesten Praktiken der Menschheit, denn es entstand in den steinzeitlichen Höhlen am Feuer. Die dort gemachten Erfahrungen unserer Vorfahren wurden von ihnen gesammelt, so dass sich ein Wissensschatz daraus entwickeln konnte. Man wusste um die Wirkung des Rauches, sei es nun für die Haltbarmachung des Fleisches oder zu Heilungs- und Reinigungszwecken. Ebenso wurde auf diese Weise den Göttern gehuldigt. Der Duft des Rauches galt nicht nur als Botschaft, sondern auch als Nahrung für sie, um sie milde zu stimmen. So entstanden in den Jahrtausenden in jeder Kultur Räucherzeremonien. Nicht nur in der antiken Welt, Indien, China, Japan oder Amerika, sondern auch bei den Kelten und Germanen wusste man um die Wirkung des Räucherns. Ein Rest der ursprünglichen Anwendung finden wir noch heute in schamanischen Kulturen. In unseren Regionen kennt man das Räuchern noch am ehesten aus der katholischen Kirche, in der an besonderen festlichen Gottesdiensten der Altar beräuchert wird. Auch ist es in ländlichen Gegenden immer noch üblich zum Jahreswechsel Haus und Hof auszuräuchern. Und...wer kennt sie nicht.... ...die kleinen Räucherkegel zur Weihnachtszeit? Auch sie haben ihren Ursprung in einer lang zurück liegenden Zeit. Geschichtliches

 

 

 

Räucherdüfte können beruhigen, entspannen und harmonisieren, aber auch vitalisieren und anregen.

 

Verglimmt man dem entsprechende Räucherware werden Duftmoleküle freigesetzt und mit der Atemluft aufgenommen. Diese Reize werden an einen Bereich des Gehirns weitergeleitet, welches für unsere Erinnerungen zuständig ist: Das Limbische System.

Dadurch wird unser rationales Denken umgangen und die unterbewusste Gefühlsebene angesprochen. Diese Gefühle versetzen uns in die, dem Räucherduft entsprechende Stimmung, was sich letztendlich auch positiv auf der körperlichen Ebene auswirkt.

Denn wer sich wohl fühlt entspannt sich auch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Räucherdüfte können reinigen und klären.

 

Hierbei werden die keimtötenden und reinigenden Inhaltsstoffe des Räucherwerks frei gesetzt. So wurde von alters her in Kranken- und Sterbezimmern geräuchert, aber auch als vorbeugende Maßnahme Haus, Hof und Ställe.

Reinigendes Räucherwerk besitzt ebenfalls die Fähigkeit energetisch zu reinigen um so einen klaren Raum zu schaffen und wird bei Hausräucherungen verwandt.

 

 

Mit Räucherdüften können wir Heilungs- und Entwicklungsphasen unterstützen, visualisieren und meditieren.

 

Denn Räuchern wirkt ebenfalls auf der feinstofflichen Ebene.

Nach dem Prinzip der Homöopathie die besagt, dass in den dort verabreichten Potenzen der „Geist“ der Pflanze wirksam ist, wird auch beim Verräuchern der Geist der Pflanze von der Materie getrennt, um auf uns heilsam wirken zu können.

Wenn wir die Absicht besitzen mit bestimmten Pflanzengeistern in Verbindung zu treten, können diese uns auf schwierigen Lebensabschnitten begleiten und zu Lösungsprozessen beitragen.

 

 

 

 

Zum Verräuchern eignet sich getrocknetes Pflanzenmaterial:

 

Blüten, Blätter, Samen, Wurzeln, ebenso Hölzer, Rinden und natürlich Harze.

Diese werden sowohl einzeln, als auch in Mischungen verräuchert.

Eine ausgewogene Räuchermischung sollte jedoch nicht zu viele unterschiedliche Komponenten beinhalten, da dies die Wirkweise der einzelnen Zutaten beeinträchtigt.

 

Für mich persönlich ist es wichtig mit Pflanzen und Harzen zu arbeiten, die in unserer Region beheimatet sind, oder mit jenen, die durch frühen Handel schon viele Jahrhunderte bei uns verwandt wurden.

Auf diese Weise wird eine wunderbare Verbindung zu unseren Vorfahren hergestellt.

 

Einige wichtige Räucherpflanzen aus unserer Heimat sind beispielsweise:

Alantwurzel, Angelika, Beifuss, Dost, Johanniskraut, Königskerze, Mädesüß, Mistel, Wacholder und natürlich Sagenkraut ( Eisenkraut).

Was man räuchert Wirksamkeit des Räucherns

 

 

 

Räuchern mit Kohle

 

Das Verräuchern von Räucherwerk auf einer glühenden Kohle ist die  traditionellste Variante des Räucherns.

Hierzu wird eine feuerfeste Schale benötigt, die man mit ein wenig Sand auffüllt sowie sogenannte Schnellzünderkohle. Nachdem die Kohle an einer Seite angezündet und auf den Sand gegeben wurde, wartet man bis diese durchgeglüht ist und eine gräuliche Färbung annimmt.

Nun kann das duftende Räucherwerk auf die Kohle gegeben werden,

hierbei ist eine Räucherzange sehr hilfreich.

Der Rauch kann nun aufsteigen und nach Bedarf mit einer Feder sanft verteilt werden.

Ist das Pflanzenmaterial verglimmt oder verbrannt, wird es von der Kohle entfernt und Neues aufgelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Räuchern auf einem Stövchen

 

Dies ist eine sehr sanfte Variante des Räucherns und erinnert an das Prinzip der Aromalampe. Das Räucherwerk wird hierbei auf ein Edelstahlsieb gegeben. Durch die darunter befindliche Kerze wird das Pflanzenmaterial langsam erwärmt und gibt seinen wunderbaren Duft ab.

 

 

Räucherbündel / Smudgebundel

 

Manche Pflanzen eignen sich dazu sie ohne zusätzliche Hitzequelle zu verglimmen. Dazu werden sie frisch zu einem Bündel oder Stab mit Hilfe von Naturfasern zusammen gebunden und getrocknet.

Ist das Bündel durchgetrocknet, wird es an einer Seite angezündet und ein wenig angepustet, sodass es von alleine weiter glimmen kann.

Um es ablegen zu können, wird auch hier ein feuerfestes Gefäß  benötigt. Will man nicht direkt das ganze Bündel verbrauchen, lässt sich die Glut in einer Schale mit Sand wieder ausdrücken, um es zu einem späteren Zeitpunkt nochmals zu nutzen.

 

 

 

Wie man räuchert

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